Überraschungen aus dem Waldviertel…

Endlich war es so weit, der erste richtige Fischerausflug stand an.
Mario (Friedfischer), sein Vater und ich machten uns am 19. Juli auf zum Woodquarter-Teich ins Waldviertel.

Nach ewigen 3 Stunden Fahrt kam ich um 12 am Teich an, Mario erst um 15 Uhr.
Inzwischen hatte ich schon 2 Fallbisse versemmelt, die aber auch sehr zaghaft waren.
Als Mario letztendlich eintraf, kam auch der Teichbesitzer Günter herbei und hat mit uns die Lage besprochen.
Taktik und Plätze waren klar, also konnte das Aufbauen und Auslegen losgehen.
Ich fischte mit 2 Ruten auf Karpfen und mit einer auf Waller im vorderen Bereich des Teiches, Mario und sein Vater direkt vor dem Schongebiet auf Karpfen.
Hier gleich mal DANKE an Günter, der uns in diesen 3 Tagen viel über das Wallerfischen gelehrt hat.

Die erste Nacht sollte also beginnen und das Warten somit auch. Bei Mario (der im Freundeskreis für sein immerwährendes Glück beim Fischen bekannt ist, ich sags gleich im Vorraus!) dauerte es nicht mal bis 22 Uhr, schon hatte er den ersten Biss auf eine Schneemannmontage (Köder: Starbaits – Hot Daemon).
Günter und ich kamen dazu und die beiden sagten, dass es nicht so der riesen Fisch sei.
Haha, denkste. Schon vor dem Kescher sagte Günter, „A guada 15er!“. Wir schauten jetzt schon blöd, und als dann die Worte „der kratzt am 20er“ fielen, als der Fisch gekeschert war, konnten wir das Wiegen kaum noch erwarten.
Schnell auf die Waage und!?
19.50kg und 105cm!!!! UNGLAUBLICH!!! Der erste Fisch, neuer Schuppenkarpfen PB und ein echter Riese. Nach dem Versorgen und Foto knipsen wurde der Fisch wieder vorsichtig released und Mario lacht trotz Ohren im Kreis! 😉

19,5kg Schuppi

Jetzt waren wir alle richtig motiviert.
Doch wie es kommen sollte, kam um halb 4 Uhr morgens wieder bei Mario der Biss.
Und wieder zog ein schöner Schuppi seine Wellen vor uns im Wasser, wir glaubten es nicht.
16kg und 95cm. Petri Heil! Und das in einer Nacht, was will man mehr?

Schöner Schuppenkarpfen

Nun, aus Marios Sicht: Irgendeinen Fisch, der zwischen 16 und 19.50kg liegt oder drüber.
Und was passierte um halb 5 Uhr in der Früh?
Vollrun bei Mario, der den Piepser so laut geschaltet hatte, dass ich in 50 Metern Entfernung dachte, dass meine Funkbox Alarm schlägt! Oo
Nach einen super Drill kam der nächste Dicke an die Oberfläche.
Als die Waage 18.5kg und das Maßband 99cm anzeigte, fehlten mir endgültig die Worte.
3 solche Traumfische in einer Nacht, WAHNSINN!
Bisher waren alle Fische in Top-Zustand und lieferten super Drills, was auch das Aussehen der Anlage wiederspiegelte. Alles war perfekt!

Gewaltiger Schuppenkarpfen

Dann war Ruhe, Mario durfte endlich schlafen. Was bei mir und Marios Dad los war? Niente, nichts!
Aber es war ja erst die erste Nacht vorbei und ich war noch guter Dinge. Am Vormittag war es eher kälter und bewölkt, d.h. es war noch Hoffnung einen Biss zu bekommen.
Ich war anscheinend für die Köderfische fürs Wallerfischen zuständig, denn es bissen nur kleine Karauschen bei mir, die später dann auch Verwendung gefunden hatten.

Als ich dann wieder kurz beim den anderen beiden auf Besuch war, konnte auch Marios Vater endlich seinen Karpfen landen. Nach einem Fallbiss und einem langen Drill lag ein wunderschöner Schuppi mit 14.5kg und 97cm auf der Matte. Nicht schlecht!

Schuppenkarpfen 14,5kg

Nun wollte aber auch ich endlich meinen Karpfen, bestückte meine Ruten neu mit den Fusion Baits – Big Fish und warf die erste neu aus. Perfekt, Punktlandung.
Zum Auswerfen der 3. Rute kam ich dann nicht mehr, denn schon bekam ich einen Fallbiss auf die gerade ausgelegte Rute.
Kontakt aufgenommen – und ich wusste, dass jetzt mein erster Karpfen am anderen Ende kämpfte.
Der Fisch kämpfte extrem gut, aber auch er musste auf die Matte. 13.3kg und 92cm, für mich ein neuer PB und ich freute mich.

Schuppenkarpfen 13,3kg

Ohne jetzt lange zu schreiben, unsere Glückss*u Mario war wieder am Zug. Um 12:30 biss der nächste bei ihm. Ohne vor Ort zu sein, wusste ich, dass es ein großer war, der Typ fängt ja nix anderes. 😉
Ergebnis: 18.7kg und 101cm. Jetzt verstand ich echt die Welt nicht mehr. In 14 Stunden 4 Ausnahmefische zwischen 16 und 19.50kg. Somit betrug sein Durchschnitt rund 18,2kg Oo

18,7kg Schuppenkarpfen

Die nächsten 2 Tage verzogen, waren Wolkenlos und es wurde heiß, sehr heiß.
Das war das Aus für die Bisse. Die nächste Nacht verlief ohne Biss, aber mit einem für mich prägenden Ereignis.
Günter und ich wachten wieder mal über meine Wallerrute, die diesmal nur wenige Meter von uns enfernt ausgelegt wurde. Um 11 Uhr wurde das Wasser auf einmal unruhig und große Wellen waren zu sehen. Günter sagte sofort, ein Waller sei in der Nähe meines Köders.
Als dann genau zu sehen war, dass er eigentlich keinen Meter entfernt sein konnte und er seine Kreise zog, wurde es ruhig. „Er steht unter dem Köder, er muss ihn nur noch einsaugen.“, sagte Günter. Das tat er leider nicht, aber dafür bin ich jetzt umso mehr motiviert, meinen ersten Waller zu fangen, unbedingt!!!

Am Morgen kam die Sonne ziemlich früh, dennoch konnte ich kurz davor einen von 3 kleinen Spiegelkarpfen im Teich fangen. Über diesen 2.2kg schweren und 52cm langen Fisch freute ich mich mehr als über den ersten, eine wahre Schönheit!!

Zeilenkarpfen

Das war der letzte Karpfen unseres Trips.

Zum Schluss ein riesiges Dankeschön von uns 3 an Günter, der wirklich alles daran gelegt hat, dass wir Fische fangen. Dass wir keinen Waller erwischt haben, wunderte ihn selbst ein bisschen, aber es gibt noch genug Möglichkeiten.

Am Donnerstag in der Früh verließen wir das Waldviertel, aber mit der Gewissheit, dass wir zu 100% wieder kommen werden, vielleicht noch dieses Jahr.

So, dass wars.
Hoffentlich war’s euch nicht zu viel zum Lesen! 😉

Impressionen aus dem Waldviertel:

Impressionen

Impressionen

Impressionen

Impressionen

Schreibe einen Kommentar

%d Bloggern gefällt das: